Tagesgeld: Wie hoch muss deine eiserne Reserve sein?

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Bei einem Investment, ganz egal ob Aktien, ETF oder Immobilien, gibt es einen absoluten Todfeind des Erfolgs: Und das ist die Illiquidität. Wenn dir unterwegs das Geld ausgeht, um deinen täglichen Bedarf zu bestreiten, dann hast du ein Problem. Deswegen ist absolut essentiell, dass du ein gewisses Polster als Tagesgeld stets verfügbar parat hast.

Denn ansonsten müsstest du notgedrungen liquidieren (eine milde Überraschung) und das passiert oftmals gerade dann, wenn es äußerst ungünstig ist auszusteigen. Die Kurse sind am Boden, es ist gerade wieder einmal Krise und wenn du jetzt verkaufst, dann wirst du die Erholung der nächsten Jahre nicht voll mitmachen sowie unterm Strich einen herben Rückschlag in Kauf nehmen müssen. Autsch.

Warum eine liquides Polster als Tagesgeld so wichtig ist

Zu allem Unglück gibt es eine positive Korrelation zwischen deinem Arbeitsplatz und deinem Aktienportfolio. Doch was heißt das, fragst du dich? Wenn die Weltwirtschaft mal wieder einen ihrer üblichen (und normalen) Abschwünge durchmacht, dann geht es unter Umständen auch deinem Arbeitgeber nicht so gut. Damit erhöhen sich konsequenterweise deine Chancen auch noch deinen Job zu verlieren.

Gleichzeitig gehen auch noch die Aktienmärkte in die Knie und Dividenden, welche sonst dein Investorendasein so sehr zu versüßen vermögen, kannst du erstmal vergessen. Verkaufen ist, wie schon weiter oben erwähnt, jetzt mehr als ungünstig, denn die Kurse sind einfach am Boden. Das heißt, dein Portfolio ist dir gerade nicht von Nutzen.

Für dich bedeutet das, ausgerechnet in dem Moment, in dem du dich auf dein Vermögen stützen möchtest, da wird es gerade “illiquider” im Sinne von es-ist-grad-echt-blöd-zu-Verkaufen. Genau hier tritt die eiserne Reserve als Puffer in Erscheinung. Sie sorgt dafür, dass bei dir daheim nicht die Lichter ausgehen und dein Portfolio in Ruhe auf die nächste Erholung warten kann. In der Zwischenzeit hast du Luft, um dich beruflich neu zu ordnen und erneut durchzustarten.

Doch wie viel Reserve ist eigentlich genug?

Diese Frage lässt sich unmöglich mit absoluten Zahlen à la “€10.000” beantworten. Warum? Ganz einfach. Der eine kommt mit diesem Betrag vielleicht 6 Monate weit, ein anderer wiederum vielleicht nur einen Monat. Es kommt also, wie so oft im Leben, ganz drauf an. Es ist daher praktischer, den Reservebedarf in monatlichen Ausgaben auszudrücken.

Was ich ebenfalls als unzureichend empfinde, sind tatsächlich viele Empfehlungen auf anderen Blogs. Oftmals liest man, 3-9 Brutto- oder wahlweise Nettogehältern sollte man auf dem Konto liegen haben. Warum ist auch das meiner Ansicht nach unzureichend?

Nun, der Grund ist der Gleiche wie zuvor. Jeder hat unterschiedliche Ausgaben, entsprechend dem Lebensstil, den er oder sie sich erkoren hat. Jemand, der sein Gehalt voll ausgibt (nicht zu empfehlen) kommt mit dieser Reserve weniger weit, als jemand der nur die Hälfte (ver)braucht.

Was meiner Meinung nach mehr Sinn macht, ist die Reserve anhand der aktuellen monatlichen Ausgaben zu bemessen. Wenn ich beispielsweise Monatsausgaben von €1250 habe und 6 Monate Reserve möchte, dann muss ich €7500 in den liquiden Teil meines Gesamtportfolios packen. Durch die Orientierung an tatsächlichen Ausgaben kann man genauer abschätzen, wie lange die Reserve reicht, und entsprechend planen.

Wie viele Monatsausgaben habe ich zurückgelegt?

Ich persönlich empfinde die oft zitierten 3 Nettomonatsgehälter als etwas wenig, aber auch hier gibt es sicherlich andere Ansichten. Es ist zudem schlichtweg eine sehr individuelle Sache und kommt auf die eigene Risikotoleranz an.

Für mich selbst habe ich 12 Monatsausgaben auf dem Tagesgeld als eiserne Reserve festgelegt.

Ein Jahr erscheint mir als ein Zeitraum, in dem ich mich auch unter widrigsten Bedingungen irgendwie wieder auf die Beine hieven kann. Und da gehe ich davon aus, in diesem besagten Jahr würde ich keinen Euro durch irgendwas in die Tasche bekommen. Jeder Euro, den ich dazuverdiene, erhöht natürlich die Reichweite der Reserve.

Bei diesen 12 Monatsausgaben als Reserve, kann ich ruhig schlafen, auch wenn auf den Aktienmärkten wieder ein Sturm erster Güte wütet. Meine Tagesgeldreserve gibt mir die Möglichkeit und die Freiheit, auf ruhigeres Wetter zu warten, ohne in Panik verfallen und verkaufen zu müssen.

Wie hoch ist deine Reserve, bei der du gelassen bleiben kannst? Schreib mir in die Kommentare und diskutiere mit!

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