Die beste Geldanlage der Welt: Du selbst!

Natürlich hält man als Anleger immer nach neuen Möglichkeiten Ausschau, das hart Ersparte möglichst in die beste Geldanlage zu investieren. Was viele übersehen: Du selbst beziehungsweise deine Arbeitskraft bist dein wertvollstes Asset und es lohnt sich weiter darin zu investieren und es zu entwickeln.

Dein Lebenseinkommen: 1 – 2,3 Millionen Euro

Im Laufe deines Lebens wirst du sehr viel Geld verdienen. Der Mensch tendiert dazu, zu unterschätzen was regelmäßige Beträge über einen sehr langen Zeitraum ausmachen. Das gilt auch für unser Einkommen. Selbst mit einem durchschnittlichen Gehalt geht im Laufe des Lebens sehr viel Geld durch unsere Hände.

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) hat ermittelt, wie hoch das Lebenseinkommen in Abhängigkeit der Bildung durchschnittlich ausfällt:

Es ist eindeutig, je höher die Bildung desto höher ist auch das durchschnittliche Einkommen. Was dir intuitiv vielleicht schon von vornherein klar war wird hier durch nackte Zahlen bestätigt: Bildung lohnt sich.

Ein Studium rentiert sich mit 35%

Machen wir eine kurze Überschlagsrechnung um ein Gefühl dafür zu bekommen wie sehr:

Wir nehmen an, das Studentendasein kostet 1000€ im Monat. Macht nach Adam Riese 12.000€ pro Jahr und bei einer Regelstudienzeit von 5 Jahren also 60.000€. Das ist sozusagen dein Investment. Weiterhin nehme ich an, du hast das Abitur gemacht und stehst gerade vor der Wahl dir eine Arbeit zu suchen oder ein Studium zu absolvieren. Nach der obigen Statistik bringt dir das Studium an einer Hochschule rund 740.000€ mehr ein.

Zinsen lasse ich jetzt mal außer Acht (wie gesagt, Überschlagsrechnung) und diese 740.000€ werden dir jetzt über die nächsten 35-40 Jahre deines Arbeitslebens nach und nach ausgezahlt. Das heißt im Schnitt bekommst du jedes Jahr (bei 35 Jahren Arbeit) 21.243€ mehr als wenn du kein Studium gemacht hättest.

Daraus folgt:

21.243/60.000 = 0,35 oder 35% Rendite

Natürlich habe ich es mir in diesem Beispiel etwas leichtgemacht und viele vereinfachende Annahmen getroffen und auch bei der Rechnung viel über den Daumen gepeilt. Und natürlich rentiert sich auch nicht jedes Studium gleichermaßen. Wir rechnen hier ja mit Durchschnitten.

Aber ich möchte dir mit diesem Beispiel zeigen, Bildung rentiert sich allemal. Und zwar so gut, da ist noch massig Luft für Heuristiken und Daumenregeln beim Schätzen.

Zwischenfazit: Wenn sich Bildung so unfassbar gut rentiert, dann macht es Sinn darin zu investieren. Und genau hier werden wir ansetzen.

Wie du dich zur besten Geldanlage überhaupt machst

Jetzt hast du vielleicht schon studiert oder du bist einfach raus aus dem Alter, was kannst du dann tun?

books photoKein Problem, es gibt mannigfaltige Möglichkeiten wie du deinen Wert weiter steigern kannst. Zuerst musst du dir aber wie bei jeder Geldanlage klarmachen, wie du eine gute Anlagemöglichkeit von einer schlechten unterscheiden kannst. Denn du möchtest natürlich möglichst viel bang for the buck. 

Dazu musst du unternehmerisch an die Sache herangehen.

Zuallererst solltest du die Sichtweise deines Kunden einnehmen. Das ist schlichtweg dein Arbeitgeber, dem du deine Arbeitskraft verkaufst. Denn nichts Anderes ist das Angestelltendasein. Das meine ich nicht negativ, das ist einfach wie es ist. Du sitzt nicht in deinem Stuhl damit du von der Straße bist, sondern weil jemand für dich bezahlt.

Und wie für jeden Unternehmer ist es wichtig zu wissen was deine Kunden wollen. Im Idealfall weißt du schon was dein Kunde also dein jetziger und alle anderen potentiellen Arbeitgeber suchen und hast dahingehend eine Vorstellung. Und falls nicht, du sitzt ja praktisch an der Quelle! Finde heraus was dein Kunde sich wünscht. Manchmal ist das leichter als gedacht und einfach darauf los fragen bringt dich bereits ans Ziel.

Als nächstes solltest du dir Mitbewerber, sprich deine gleich oder ähnlich qualifizierten Kollegen ansehen. Gibt es Leute mit deinen Fähigkeiten wie Sand am Meer oder bist du unentbehrlich, weil du etwas kannst was sonst keiner kann?

Das Prinzip hier heißt einfach Angebot und Nachfrage: Wenn du austauschbar bist, dann wirst du naturgemäß keinen hohen Preis aufrufen können.

Als drittes überlege dir, wie du für deinen Arbeitgeber einen Mehrwert schaffen kannst. Denn so stellst du sicher, dass deine Bildungsmaßnahmen auch für deinen Kunden von Interesse sind und nur dann ist er auch bereit dir dafür etwas zu bezahlen.

5 konkrete Beispiele wie du deinen Wert steigerst

1. Lerne eine weitere Sprache!

Verhältnismäßig aufwändig aber mit der richtigen Sprache am richtigen Ort kannst du unentbehrlich werden. Stell dir vor nur du bist in der Lage mit einem fremdsprachigen Kunden der Firma zu verhandeln oder nur du hast eine Ahnung was das in diesen Papieren zu bedeuten hat.

Wenn du mit Leuten kommunizieren kannst, dann bist du der Mittler zwischen den Welten. Die Chancen, dass sich das früher oder später auszahlt stehen sehr gut.

Wusstest du übrigens, dass man mit nur 20% der Vokabeln einer Sprache 80% der Situationen meistern kann? Das ist die sogenannte Pareto-Regel. Nutze sie!

Beginne mit einem Einsteigerkurs und arbeite dich auf das Niveau A2 vor. Das geht schon relativ schnell und kann auch mit rein in deine Bewerbung (Betonung liegt auf Werbung). Wenn du dran bleibst wirst du nach gewisser Zeit das Level B1 erreichen ab dem du schon gewohnte Situationen im Alltag meistern kannst.

Wenn die Kurse dich 2000€ kosten und du nur 25€ mehr im Monat verdienst entspricht das:

(12*25)/2000 = 0,15 oder 15%

Eine hübsche Rendite nicht wahr?

2. Mache Weiterbildungen!

Renditetechnisch vermutlich die beste Geldanlage überhaupt. Woran liegt das? Ganz einfach: Eine Weiterbildung ist in der Regel sehr interessant für deinen Kunden/Arbeitgeber, denn diese ist normalerweise sehr auf dessen Bedürfnisse bezogen. Und dafür ist er wahrscheinlicher bereit mehr zu zahlen.

Weiterhin hebst du dich von deinen Wettbewerbern ab, denn jede Zusatzqualifikation macht dich ein Stück weit besonders. Und etwas was es nicht an jeder Ecke gibt erzielt höhere Preise. So einfach ist das.

Wenn du also beispielsweise 2000€ für eine vermarktbare (siehe Punkt 4.) Weiterbildung ausgibst und du aufgrund dessen 50€ mehr Gehalt aushandeln kannst ergibt das eine Rendite von:

(12*50)/2000 = 0,3 oder 30%

Besser als Tagesgeld oder?

Wir können noch einen Schritt weitergehen und vielleicht unseren Arbeitgeber davon überzeugen uns die Qualifikation zu bezahlen. Dann ist egal wie viel mehr du nachher verdienst, deine Rendite ist unendlich!

3. Halte dich fit und sei ausgeglichen!

Dieses Investment zahlt sich nicht direkt monetär aus, sondern über Umwege. Ich denke wir sind uns einig, wenn wir eine körperlich ordentliche Verfassung als Grundvoraussetzung für Zufriedenheit und Ausgeglichenheit sehen.

relax photoMeine Meinung: Je ausgeglichener du bist, desto leistungsfähiger bist du auch. Und wer leistungsfähiger ist wird langfristig einen besseren Preis erzielen. Das heißt, wenn du etwas Geld für Sport oder Freizeit ausgibst (natürlich in einem vernünftigen Rahmen) kann das auch eine Art Geldanlage sein. Gewagte These aber nicht ganz von der Hand zu weisen.

Gönn dir also ab und an etwas, wenn es dir ehrlich hilft fitter oder entspannter durchs Leben zu gehen.

4. Lerne dich bzw. deine Arbeitskraft aktiv zu vermarkten!

Ein wichtiger Punkt, der oft unterschätzt wird. Es bringt nichts das tollste Produkt der Welt anzubieten, wenn niemand davon weiß und du nicht versuchst einen möglichst guten Preis dafür zu bekommen. Deswegen musst du auch regelmäßig kommunizieren welchen neuen Mehrwert durch welche neue Qualifikation du für deinen Kunden schaffst.

Wenn du Probleme mit dem Reden hast, dann überlege ob du nicht in einen Rhetorikkurs oder Präsentationskurs investierst. Es wird sich auf jeden Fall auszahlen, sei es bei Gehaltsverhandlungen, Meetings oder sonstigem.

5. Sammle Erfahrungen!

Was deine Kunden immer honorieren werden ist Erfahrung. Auch wenn es keine Geldanlage im klassischen Sinne ist, manchmal machst du einfach ein Investment ohne es zu wissen.

Jeder hat schon einmal etwas gewagt, in Form von Zeit und/oder Geld und war unabhängig davon ob es geklappt oder nicht geklappt hat im Nachhinein klüger.

Beispielsweise habe ich bei der Erstellung von Homemade Finance viel über das Aufsetzen einer Website gelernt, was mir bei anderen Projekten und Ideen zugutekommt/kommen wird.

Investiere beziehungsweise riskiere ab und an etwas um Erfahrungen zu sammeln. Ich bin überzeugt davon, dass es sich früher oder später gelohnt hat.

Vielleicht sind Erfahrungen sogar die rentabelste Geldanlage überhaupt, wenn aber auch am schwersten in Zahlen zu fassen.

Zusammenfassung und Fazit

In diesem Post habe ich dir 5 konkrete Beispiele aufgezeigt wie du den Wert deiner Arbeitskraft steigern kannst. Das gilt natürlich nicht nur für Angestellte, sondern ebenso für Selbstständige, Freiberufler oder Landwirte.

Mit Bildung sind Renditen möglich, welche ich sicher nicht auf Dauer am Aktienmarkt finde. Für mich ist es nur logisch zu diversifizieren und meine Bildung nicht nur als persönliche Bereicherung aber auch als lukrative Geldanlage zu sehen.

Den größten Hebel stellt wie ich nun mehrfach betont habe die Bildung dar. Hier zahlt sich jeder Euro den du (etwas überlegt) da reinsteckst mehrfach wieder aus.

Wenn du überlegst ob sich die Ausgabe für eine Bildung rentiert, frag dich einfach ob es für deinen Kunden/Arbeitgeber von Interesse ist was du tust und ob du dafür etwas mehr Geld aufrufen kannst. Meist reichen schon wenige Euro mehr, um das beispielsweise in einen Sprachkurs oder Weiterbildungen investierte Geld zur besten Geldanlage der Welt werden zu lassen.

Und was wäre denn die Alternative? Es am Tagesgeldkonto liegen zu lassen? Sicher nicht bei quasi negativen Zinsen.

Also beginne noch heute damit in die beste Geldanlage der Welt zu investieren: Dich selbst!

Was meinst du dazu? Ist Bildung eine sinnvolle Geldanlage? Lass es mich in einem Kommentar wissen!

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